Der Spiegel am 25.07.2005:
Das bürgerliche Püppchen
"... Die wechselnden Lebensstationen hinterließen nicht nur motivisch Spuren in ihrem Werk. Das Licht Portugals und Italiens, die Farben Marokkos, die Gondeln Venedigs und das Meer beeinflussten den Stil der Malerin weit mehr als zeitgenössische Kunstströmungen. Auf Moden gab Hélène ohnehin nicht allzu viel; die Malerin hatte von Anfang an ihren eigenen Kopf. Als sich in den späten vierziger Jahren in Frankreich längst alles um die abstrakte Kunst drehte, begann sie erst zögerlich, sich vom Figurativen zu lösen. Als ganz Paris etwas später nur noch von der informellen Malerei sprach, schuf sie spätkubistische Gemälde.
Sie suchte ihren Weg zwischen Realismus und Abstraktion, nicht selten findet sich auf ihren Gemälden beides nebeneinander. Dem Publikum und der Kritik gefiel's - in manchen Jahren eröffnete Hélène de Beauvoir bis zu fünf Ausstellungen, Museen in Paris und Pittsburgh kauften ihre Bilder... "
Simone de Beauvoir mit den Fotos von Jean - Paul Sartre und
Hélène de Beauvoir links oben.


