Galerie Hammer

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Liebe Freunde der Galerie Hammer - für einen bedeutenden Verlag erstellen wir gerade ein illustriertes Buch über Hélène de Beauvoir. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses wichtige Werk unterstützen indem Sie uns Fotos von Werken o/ä aus Ihrem Besitz zukommen lassen. Bitte schreiben Sie an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  

 

 Juan Luis Molero 

DOLMEN

 

Arbeiten aus Eisen

am Donnerstag, den 13. Mai 2010

um 19 Uhr

Galerie Hammer 

 

Wir feiern den 100. Geburtstag von Hélène de Beauvoir, die 1910 geboren wurde.

Die Galerie Hammer zeigt in ihren Räumen in Regensburg, Untere Bachgasse 6, ab dem 22.01.2010 eine Ausstellung von teils neu erworbenen Ölbildern, Aquarellen und Zeichnungen.

Das Jubiläumsjahr beginnen wir mit der Präsentation von zwei Schwerpunkten ihres Werks :

1. Acrylbilder, die in ihrem Atelier in Trebiano in Italien entstanden, meist großformatig, stark farbig und fröhlich, immer in Actionpaintingtechnik mit Lackfarben und in Acryl ausgeführt, zur Zeit in Aachen ausgestellt.

2. Ölbilder, die u.a. 1963 in der Galerie Synthèse in Paris gezeigt wurden und die sich meist mit dem Thema Venedig . sowie den Landarbeiterinnen, die Mondinen im Piemont, befassen. Jean-Luis Ferrier hatte zu der Vernissage 1963 in den "Les Temps Modernes" No. 201 eine neunseitige Rezession geschrieben, die Sie in der Galerie einsehen können.

Hélène de Beauvoir im Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath

Ausstellung von Ölbildern und Aquarellen ab dem 4. Dezember 2009 bis Mitte Februar 2010.

Das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath widmete ab 4.Dezember 2009 Hélène de Beauvoir eine besondere Ausstellung die in den Geburtstag hineinfeiert (4.Dezember bis 13. Februar 2010 ) mit dem Hauptgewicht auf die Jahre um 1960 die von einem ungeheueren Schaffensdrang von Hélène de Beauvoir geprägt waren. Ihr Mann, Lionel de Roulet, musste bis dahin als Diplomat öfters umziehen, Hélène immer an seiner Seite. Doch ab ca. 1960 wurde er Direktor für Jugend, Sport und Kultur am Europaparlament und die Zeit im Elsass begann für die beiden. Hélène de Beauvoir schuf in diesen Jahren in ihren großen Ateliers eine Fülle von Bildern, zwei Jahre ging Sie kaum mehr ans Telefon, ganz ihrem Werk verpflichtet. "Ein Tag ohne Malen ist ein verlorener Tag für mich" sagte Sie. Die Kollegen von Lionel rätselten damals warum er seine Frau nicht zu den üblichen Empfängen mitnahm. "Vielleicht ist Sie hässlich ? ". Als Sie aber dann später doch öfters einmal teilnahm waren sie sehr erstaunt eine attraktive, feine, hochgebildete Frau kennzulernen. ( Hélène hatte wie die Schwester Simone das Abitur mit Wahlfach Philosophie mit Bravour bestanden, übrigens schon mit 12 Jahren Texte geschrieben und das Journal "Lécho du cours désir" gegründet. Mit 15 schrieb sie die "Souvenirs de enfance " wo Sie ihre Bestimmung als Malerin erkannte : " Ich werde eine große Malerin" Simone fügte hinzu : Und ich eine berühmte Schriftstellerin. .

In den 60er Jahren war Hélène öfters mit ihrer Schwester Simone und Sartre in Venedig. Einige wenige Aquarelle aus dieser Zeit sind noch im Angebot , wie auch Ölbilder.

Das Frankfurter Kunstkabinett ist seit seiner Gründung durch Hanna Bekker vom Rath 1947 eine der bedeutendsten, weit über Frankfurt und die Bundesrepublik Deutschland bekannte deutsche Galerie. Sie vertrat Künstler wie Balthus, Barlach,Chagall, Chillida, Corinth, Dali, Dix, Ernst, Feininger, Felixmüller, Grieshaber, Grosz, Hartung, Hockney, Hofer, Hundertwasser, Kandinsky, Kerkovius, Kirchner, Klee, Kokoschka, Koller, Kollwitz,Lèger, Lehmbruck, Liebermann, Marc, Marini, Matisse, Modersohn-Becker, Müller, Munch, Nay, Nolde, Picasso, Schlemmer, Schmidt-Rottluff, Tapies, Zille und Hélène de Beauvoir, die ihre erste Ausstellung in der Bundesrepublik Deutschland 1961 in der Galerie Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath hatte.

Organisation en coopération avec Dr. Martin und Margarethe Murtfeld, Fondation M. von Cronenbold

Ausstellung in Frankfurt verlängert bis 14.03.2010

Hélène de Beauvoir Ausstellung in Aachen in der Galerie Il quadro und im Gartensaal des Deutsch -Französischen Kulturinstituts in Aachen im Gartensaal

Vernissage am 13.03. 2010 um 18 Uhr   

Hélène de Beauvoir, 1910 - 2001, Malerin über ihre Malerei :

Meine Malerei ist immer biographisch. Ich bin nie total zufrieden. Manche Maler suchen, obwohl sie reich und berühmt sind, nach noch mehr Ruhm und Geld und dann machen sie immer dasselbe. Publicity und Geld sind mir egal, deswegen kann ich immer nach etwas Neuem suchen. Ich glaube, dass das für einen Künstler sehr wichtig ist." Hélène de Beauvoir, Interview

Über die Malerei von Hélène de Beauvoir

Pablo Picasso,1936 :

"Ihre Malerei gefällt mir


Schwester Simone de Beauvoir, Paris, 1960

"Deine Bilder sind beeindruckend!"

Hans Theodor Flemming,Hamburg, 1968

" Malerin von hoher Kultur. 

Welt der Harmonie von Intuition und Intelligenz"


Jean Paul Sartre,Paris, 1970 

"Ihr Werk überzeugt und verzaubert!"

Hélène de Beauvoir in der Galerie Hammer

Die Galerie Hammer zeigt z.Zt. ständig eine Auswahl von Werken aus allen Schaffensphasen solange noch Bilder zu Verfügung stehen - direkt aus dem Nachlass, in Öl und Acrylmalerei, sowie Zeichnungen und Kupferstiche.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.hammergalerie.de und www.helenedebeauvoir.com

Die FAZ am Sonntag veröffentlichte am 12. Oktober 2008 im Kunstmarkt 73 eine ganze Seite über "Die andere Beauvoir" mit sieben Bildern aus dem Bestand unserer Galerie. Siehe oben : Hélène de Beauvoir , Presse. Das Privatmuseum Kern in Bodenkirchen erwarb im Juni 2009 das große Meisterwerk "Pays" von Hélène de Beauvoir .


 

Galerie Hammer, Untere Bachgasse 6, 93047 Regensburg

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Mobil: 0176 20317705

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 12 - 18 Uhr

Hélène an ihrer Stafflei. Siehe auch Text rechts.

 
 

 

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 12.10.2008

Die andere Beauvoir

"Sie galt lange nur als die Schwester von Simone. Noch immer ist Hélène de Beauvoir nur wenig bekannt. Dabei hat sie fein gemalt, was ihr die Biographie vorgab." 
So beginnt der ganzseitige, reich bebilderte Artikel über "Die andere Beauvoir" in der  FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG vom 12. Oktober 2008.

 

 

Riziere au Piemont, Mondinen, Mailand 1963, rechte Bildseite unvollständig abgebildet


... Kontrapunkt zu diesem glänzenden Fortissimo waren die „Mondines" der weiten Po-Ebenen mit Reisfeldern, die Rizzo Amaro berühmt machen soll­te. Ich bin ganze Tage bei ihnen geblieben und ha­be ihnen beim Pikieren des Reises zugesehen, mit nackten Beinen, Füße im Wasser, gebückt. Eine harte Arbeit. Sie sangen und lachten, abends tanz­ten sie. Sie kamen von den umliegenden Dörfern und von weiter her zu dieser Saisonarbeit, die sie eine Zeitlang aus der Arbeitslosigkeit riss. Ein ar­mes, aber nicht so elendes Italien wie das in Nea­pel. Eine Umgebung wie die dieser Frauen unter­einander, die ich mochte.

Die Arbeit des Menschen in der Natur, der aus ihr hervorging, berührt mich. Die Beziehung dieser Frauen zur Erde, dem Wasser, dem Himmel, ergrei­fen mich. Ich habe die „Mondinen" gemalt, die Frau­en, die Krüge trugen, Waschfrauen... Italien ist ein Traumland, man sah und sieht dort manchmal noch Dinge, Gesten, die man in Frankreich nicht mehr sieht.

Diese „Mondines" waren das Thema meiner ersten Ausstellung in Mailand, dann 1954 in Paris in der Galerie Greuze. Wie jeder Kunstschaffende, so hat auch der Maler ein Recht auf seine Sicht der Dinge. Zum selben Thema wurde ein sozial harter Film gedreht, und ich machte daraus Licht. Das brachten die Kritiken zum Ausdruck. „Helene de Beauvoir scheint sich verändert oder vielmehr weiterentwi­ckelt zu haben. Sie lässt jetzt eine echte Meister­schaft erkennen, die mit großen prismatischen Plä­nen vorgeht, zusätzlichen Nuancen. Dadurch wird subtil eine kostbare und sehr echte Atmosphäre evoziert" (La revue Moderne, 1. Juli 1954).

Hélène de Beauvoir - aus Ihren Memoiren 

 

Gondeln in Venedig

Hélène de Beauvoir liebte Katzen

Simone de Beauvoir hat hier das Bild von ihrer Schwester Hélène an der Stafflei (links oben) an ihrem Schreibtisch stehen. In frühen Jahren hatte Sie in Briefen an ihren Freund in Amerika öfters kritisiert : "Frauen sollten nicht malen - das ist etwas Bürgerliches. " Was überliefert ist : Simone hat ihre Schwester immer unterstützt, ihr anfangs die Ateliermiete bezahlt und ab 1960 als großartige Malerin bedingungslos anerkannt und vieles mehr. Hélène hat ihre erste Manuskripte abgetippt (nicht sehr einfach bei der Handschrift von Simone), Sartre für Sie angebaggert, ihr vorgelebt, was emanzipiert war : nach dem Abitur der malerischen Berufung folgen, was damals nur wenige Frauen taten, an die Kunstakademie gehen und ohne Unterstützung von zu Hause leben , damals recht ungewöhnlich und ungehörig für ein junges Mädchen aus bürgerlichem Haus. Hélène verdiente sich übrigens ihren Unterhalt in dem Sie in einer der berühmtesten Galerie in Paris jobbte. (Salvatore Dali stellte dort mit ihrer Hilfe seine berühmten Schokoladeuhren aus.) Simone schlug damals erst einmal die sicherere Laufbahn als Gymasiallehrerin ein.

Hélène war eine einzigartige Malerin, die ein bewundernswertes Lebenswerk schuf, an Quantität an Picasso heranreichend und in  lyrischer und geistiger Freiheit und Qualität (Dr. Saurè) als unabhängige Künstlerin von hoher Qualität viele zeitgenössischen Maler/innen übertreffend.

 

Simone und Hélène de Beauvoir vor einem Bild von Hélène aus der Schaffenszeit um 1960
Anbei zwei neu übersetzte Texte aus dem Dänischen:

Katalog Kopenhagen
Übersetzung: Rolf Remmers

Hélène de Beauvoir

Hélène de Beauvoir, außergewöhnlich als Mensch und als Künstlerin, wurde international bekannt durch ihre Austellungen in New York, Boston, Rom, Mailand, Berlin, Hamburg, Genf, Paris, Amsterdam u.v.a..
Lange Studienreisen in Länder wie Japan, Mexico, Portugal, Marocco, Italien, Deutschland ,  Amerika etc. brachten Anregungen für Ihre Kunst und zu gesellschaftlichen und sozialen Fragen, alle immer nur als Ergänzungen zu ihrem nuancierten und starken persönlichem Stil. „Ich male mein Wut, meinen Zorn, meine Freude, und lebe im Rhythmus der Jahreszeiten. Ich bin Feministin, doch ich hasse das Wort „engagiert“. Ich male auch kein Bild nach einer Modeströmung. Und ich reagiere, wenn die Presse von einem „Bassin“in einem Atomkraftwerk berichtet. Dann kann ich nur an eine badende Frau neben einer Seerose denken !“, sagt Héléne de Beauvoir.
Sie arbeitet und experimentiert mit vielen verschiedenen Techniken. Ölbilder, Acrylmalerei, Bilder auf Holz, Kupferstiche, Reliefs auf Plexiglas und Aquarelle.
Auf der Ausstellung in Kopenhagen zeigt Sie nun Acrylmalerei, gemalt in ihrem Atelier im Elsass in Frankreich, teils neuerem Datums, teils von 1974 aus Ihrem Atelier in Trebiano bei La Spezia in Italien.
Für Dänen ist es reizvoll, die Acrylbilder mit denen der Cobra-Malerei zu vergleichen doch jeder Vergleich mit einer (Maler-) Gruppe oder einzelnen Künstlern wirkt unzureichend bei einem Treffen mit Héléne der Beauvoirs Kunst.


Valentina Anker über Hélène de Beauvoir

Eine der beiden “Töchter aus gutem Haus” wurde Malerin und lebte ab 1960  in der Elsässischen Provinz, wo Sie, ohne sich um Modeströmungen zu kümmern, dachte, schaute, zeichnete und malte.
Ein Erwachen, eine neue Ansicht des Tages offenbart sich duch die morgenfrischen Farben Héléne de Beauvoirs. Denn Sie ist eine Malerin der frühen Stunden. Auf Leinwand oder Schiffsbrettern breitet Sie Farben mit einer Zuverlässigkeit und Beherrschung der Arbeitsmittel aus als wäre es Fresco-Malerei : “Ich male meine Wut, meinen Zorn, meine Freude.” Sie hat einen eigenen Weg gefunden zwischen der Bindung an fruchtlosen Imitationen und der Dürre der reinen Abstraktion sagte Jean Paul Sartre und so ist es. Sie füllt Ihre Bilder, frisch und bewegend  wie Jungmädchenträume mit Szenen in lebendigen fröhlichen Farben aus,.
Diese Durchsichtigkeit gibt uns noch ein Schlüsselwort zu Ihrer Kunst: noble Distanz als ein Abstand, bei dem sich die drückende Gegenwart in einen Raum entfernt der vorkommt, ohne da zu sein. Gegenstände und Geschöpfe sind durch eine eigene Logik verbunden. Eine Logik, die in ihrer stillen Ausstrahlung liegt.
So sieht man Ereignisse in einem neuem malerischen Zusammenhang, in einem Raum fast wie in einem Wachtraum. Das Sinnliche darin ist nicht traurig bei Héléne sondern rein und unschuldig.
Die wilden Tiere, Pferde, Echsen und Raubvögel haben eine liebenswürdige Natur und es  ist im Gegenteil die technische Gesellschaft die dieses Paradies bedroht. Wir wollen hoffen, dass diese starke Botschaft an unsere Zeit, die von mächtigen Dissonanzen geprägt wird, gehört wird.

 

 

 

 

 

 

Neuer Tag, Weiden am 21.11.2007:

Sanfte und typisch weibliche Kunst

"Doch auch wenn Simone de Beauvoir kundtat: "Das Malen ist nichts für eine Frau." Hélène ließ sich nicht beeinflussen und ging ihren Weg. Heute zeigt sich: Simone de Beauvoir hatte sich getäuscht. Ihre jüngere Schwester Hélène ist mittlerweile dabei, der Schriftstellerin und Sartrefreundin den Rang abzulaufen. Und das zeigt nicht nur die Doppelausstellung "Hélène de Beauvoir - toujours et partout", die in den Regensburger Galerien Dr. Erdel Verlag und Galerie Hammer gezeigt wird..."

 

 

 


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